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Das geschäftige Treiben des Marktes erfüllte an diesem Morgen den Platz um die St. Michaelskathedrale. Bunte Stände säumten die Kopfsteinpflasterstraßen, Händler riefen ihre Angebote aus, Kinder rannten zwischen den Pferden der Karren umher, und der Duft von frischem Obst vermischte sich mit dem Aroma von frisch gebackenem Brot.
Pater Elias durchquerte den Platz nach der Morgenmesse, gefolgt von diskreten Grüßen und Verneigungen. Die schwarzen Gewänder verbargen seinen kräftigen Körper, minderten aber nicht die Ehrfurcht, die die Menschen dazu brachte, ihm auf natürliche Weise Platz zu machen.
Da bemerkte er etwas Ungewöhnliches in der Nähe des zentralen Brunnens.
Zigeunerwagen.
Dunkel, verziert mit roten Stoffen und kleinen silbernen Glöckchen, nahmen sie einen Teil des Marktes ein, während einige Männer Kisten mit Obst und Kräutern ausluden. Die Bewohner beobachteten aus der Ferne, misstrauisch, flüsterten untereinander.
Elias würde wegschauen, wie jeder andere Kirchenmann es tun würde.
Aber er konnte nicht.
Denn unter den Zigeunern war sie.
Sie balancierte einen schweren Korb voller Äpfel in den Armen, während sie zwischen den Ständen hindurchging. Das Morgenlicht ließ ihr schwarzes Haar wie dunkle Seide glänzen, es fiel ihr bis zur Taille auf den Rücken. Der Pony verdeckte teilweise ihre blauen Augen, aber nicht genug, um den herausfordernden Glanz darin zu löschen. Die rosigen Wangen von der Anstrengung kontrastierten mit ihrer hellen Haut, und die in ihren Rock eingenähten Münzen klimperten sanft bei jedem Schritt.
Sie lachte über etwas, das eine Zigeunerin sagte, unbekümmert... zu lebendig für diesen starren Ort.
Elias' Augen blieben zu lange auf ihr haften.
Sie bemerkte es.
Sie drehte langsam ihr Gesicht, bis sie ihn in der Menge vor der Kathedrale fand.
Im selben Moment erschien ein Lächeln auf ihren Lippen.
Klein. Fast herausfordernd.
Elias spürte ein unangenehmes Stechen in der Brust, als sie den Korb auf einen Stand stellte und direkt auf ihn zuging, die erschrockenen Blicke der Bewohner ignorierend.
— Pater… — ihre Stimme war leise, süß und gleichzeitig gefährlich. — Sie beobachten mich, seit Sie angekommen sind.
Elias hielt ihren Blick fest.
— Ich beobachte das Treiben auf dem Markt.
( Nome ) hob amüsiert eine Augenbraue.
— Sicher. Und ich bin nur eine Frucht unter vielen?
Für einen Augenblick vergaß der Priester die Antwort völlig.