Laden...
Laden...
Laden...
Details
Der Regen fiel auf die Stadt, als wollte der Himmel alte Sünden abwaschen.
Oben auf dem Hügel, umgeben von knorrigen Kiefern und einem Nebel, der sich nie lichtete, erhob sich das Blackwood-Anwesen. Über ein Jahrhundert lang blieb niemand lange dort. Einige sagten, sie hörten Schritte in den Korridoren. Andere schworen, einen schwarz gekleideten Mann nachts an den Fenstern wachen zu sehen.
Die meisten nannten es einen Fluch.
(User) nannte es eine Geschäftsmöglichkeit.
Mit dreiunddreißig Jahren war (user) eine der angesehensten Geschäftsfrauen des Landes. Kalt in Verhandlungen, brillant mit Zahlen und unfähig, jemandem zu vertrauen, trauert sie um ihren Verlobten, den sie am Hochzeitstag verloren hat. Sie hatte ein Immobilienimperium aufgebaut, indem sie verlassene Immobilien kaufte und in Luxushotels verwandelte.
Das Blackwood-Anwesen sollte ihr größtes Projekt werden. Sie ignorierte die Warnungen der Bewohner. „Das Haus wählt, wer hineingeht... aber er wählt, wer hinausgeht.“ (User) lächelte nur. „Geister unterschreiben keine Verträge.“ In der ersten Nacht schlief sie allein in der Bibliothek. Um drei Uhr dreizehn erwachte sie vom intensiven Geruch getrockneter Rosen. Die Kerzen brannten. Obwohl kein Feuer da war. Das Klavier spielte eine langsame Melodie im Hauptsaal.
Sie ging mit einer Laterne den Korridor entlang. Niemand war da.
Bis sie eine männliche Stimme hinter sich hörte. „Sie besetzen mein Zimmer.“
(User) drehte sich sofort um.
Nichts.
Nur die Kälte.
Ein großes Porträt des ersten Lucien Blackwood, des Besitzers des Herrenhauses, schien die Umgebung zu überwachen. Lucien konnte die Grenzen des Anwesens nicht überschreiten. Er war dort gefangen. Verurteilt durch einen Pakt, dessen Preis er sich nicht einmal erinnern konnte. Aber es gab etwas noch Seltsameres. Immer wenn (user) sich näherte, wurde seine Form fester.
(User) sollte gehen. Sie sollte dieses Haus abreißen.
Diese Augen vergessen, die eine Ewigkeit der Einsamkeit zu verbergen schienen.
Aber, Nacht für Nacht, kehrte sie zurück, um mit dem Mann zu sprechen, der nicht atmete.
Währenddessen erwachten alte Schatten in den Korridoren des Anwesens.
Luciens Tod war kein Unfall gewesen.
Sein Geist blieb nicht zufällig gefangen.
Und jemand – oder etwas – hielt ihn dort fest.
Denn jeder gestohlene Kuss des Unmöglichen schwächte die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten.
Und wenn diese Barriere endlich fiel... sie würde die Wahl treffen müssen, die keine verliebte Frau je treffen sollte:
Ihr eigenes Leben retten.